Garmin vivofit Fitness-Tracker

Vor einer Weile habe ich mal verschiedene Fitnessapps vorgestellt. Nun habe ich mir endlich auch mal ein Fitnessarmband gekauft und es in den letzten Wochen ausführlich getestet. Darüber möcht ich gern berichten. Es geht um den Garmin vívofit Fitness-Tracker
. Davon gibt es mehrere Modelle. Ich habe das erste, das einfachste und günstigste.

Kauf und Preis: Bei Amazon schwankt der Preis zwischen 50 und 60 Euro. Ich habe es als Warehousedeal für etwas mehr als 40€ erstanden. Es kam makellos in sicherer Verpackung an. Wenn man auf die Beschreibung des jeweiligen Angebots achtet, kann man da tolle Schnäppchen machen. Aber zurück zum Produkt:

Das Design: Mir gefällt das schlanke Design sehr gut. Das Armband ist schlicht, aber mit Display (was nicht jedes Fitnessarmband hat). Es dient gleichzeitig als Uhr und ist nicht so klobig, wie andere Geräte. Somit eignet es sich auch für schmale Frauenarme.

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Verpackung und Zubehör: In einem kleinen Karton kam der Fitnesstracker gut verpackt mit zwei schwarzen Armbändern an. Diese sind unterschiedlich lang und verstellbar. Sie sollten also an jedes Handgelenk passen. Außerdem gibt es einen kleinen ANT-Stick dazu, den man schon leicht übersehen kann. Diesen braucht man, wenn die Daten an den Computer übertragen werden sollen. Passt gut drauf auf, muss man ihn nachkaufen, kostet er fast so viel wie das Fitnessarmband selbst. Zusätzlich kann man einen Burstgurt dazukaufen, welcher die Herzfrequenz aufzeichnet. Da ich ein Fan von Statistiken bin, habe ich mir auch so einen gekauft, allerdings bei ebay, da auch dieser sonst sehr viel kostet und mein Budget überstiegen hätte. Des Weiteren kann man sich Armbänder in verschiedenen Farben kaufen. Der Tracker kann ganz einfach aus dem Armband „herausgeklickt“ und in das andere eingesetzt werden. Was mir fehlte, war eine ausführliche Beschreibung. Die gibt es nämlich nicht. Letztendlich habe ich mich dann aber gut allein oder mit Hilfe von Google zurecht gefunden.

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Einrichtung: Zuerst habe ich mir die Garmin Connect App auf das Handy (Android) geladen, das ging schnell und unkompliziert. Auf dem Rechner habe ich „Garmin Express“. Das war aufgrund meines Navis des gleichen Herstellers bereits installiert. Das Armband war schnell angelegt. Der Tracker hat nur einen Knopf, den man nun solang gedrückt halten muss, bis das Wort „PAIR“ erscheint. Nun taucht auf dem Display eine 3-stellige Zahl auf, die man in der App eingibt. Bluetooth muss dabei aktiviert sein. Die Geräte koppeln sich nun. Am Computer geht das auch recht schnell und einfach.
Das Gerät muss übrigens nicht geladen werden, es läuft über Batterie (Knopfzelle), die über ein Jahr halten soll.

Funktionen: Was kann das Gerät? Wenn man den Knopf drückt, wechseln die Symbole des Trackers durch und es werden verschiedene Werte in folgender Reihenfolge angezeigt:

  • Schrittzahl des Tages
  • Fehlende Schritte bis zum Tagesziel
  • Zurückgelegte Kilometer
  • Verbrannte Kalorien
  • Uhrzeit
  • Datum
  • Herzfrequenz (nur mit Brustgurt möglich)

Auf ein paar Funktionen möchte ich genauer eingehen: Über die App oder den Computer kann man sich ein Profil mit Größe, Gewicht, Alter, Geschlecht anlegen. Das ist nötig, um die Kalorien zu berechnen. Hier wird auch ein Tagesziel eingegeben. Selbst die Schrittweite kann manuell eingetragen werden, um die zurückgelegten Kilometer genauer zu bestimmen. Trägt man dies nicht ein, geht das Programm von einem Durchschnittswert aus. Das Tagesziel soll sich selbst anpassen. Schafft man sein Schrittziel eine Zeit lang nicht, soll es sich nach unten hin korrigieren, um Frust zu vermeiden. Überschreitet man das Ziel täglich um Längen, soll es sich nach oben anpassen. Bisher konnte ich das aber nicht beobachten.

Die Kalorien werden gesamt gezählt. Also der Grundumsatz plus die verbrauchten Kalorien durch Bewegung. Nach meiner Einschätzung ist das Ergebnis realistisch. An einem normalen Tag liegt der Umsatz bei mir bei ca. 2000kcal.

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Das Fitnessarmband zeigt zusätzlich über einen roten Balken an, wann es Zeit wird, sich zu bewegen. Sitzt man beispielsweise eine Stunde vor dem PC oder TV, kommt ein langer roter Balken. Insgesamt folgen vier Mal kleine weitere Balken, nach jeweils 15 Minuten einer. Diese verschwinden erst wieder, wenn man einige Schritte getan hat. Werden alle fünf Balken gezeigt, braucht man mehrere Hundert Schritte. Nach und nach blinken die Balken und verschwinden dann. Meiner Meinung nach eine gute Erinnerung, wann man sich mal wieder bewegen sollte.

Die Schrittzahl wird sehr genau gezählt. Ich habe mehrfach mitgezählt und es stimmte immer genau. Auch beim Zähneputzen, Haare waschen etc. habe ich darauf geachtet, da ich oft gelesen habe, dass es dabei ungenau wäre. Es stimmt, hier werden ab und zu Schritte gezählt, die ich nicht gemacht habe. Aber wenn es hochkommt, sind das am Tag etwa 200 Schritte zu viel, so zumindest meine Beobachtung.

Und ja, das Fitnessarmband ist wasserfest. Das habe ich bereits mehrfach getestet.

Noch eine letzte Funktion möchte ich gern erklären. Geht man am Abend ins Bett, hält man den Knopf solang gedrückt, bis das Wort „SLEEP“ erscheint. Nun werden Schlafdaten aufgezeichnet. Am nächsten Morgen drückt man kurz auf den Knopf und der Schlafmodus schaltet sich aus. Man kann die Schlafzeit am PC auch manuell nachtragen. Während der Schlafphase werden keine Herzfrequenz und keine Schritte gezählt. Das Programm erkennt leichte und Tiefschlafphasen. Es zeichnet zudem auf, wann man wach war und wieviel man sich bewegt hat. Nach mehreren Nächten erscheint im Computerprogramm sogar eine Auswertung, ob der eigene Schlaf als gesund gewertet wird. Ich finde diese Übersicht sehr spannend. Wenn ich mich morgens mal wieder total gerädert fühle und dann in der Aufzeichnung sehe, wie oft ich wach war und wie wenig Tiefschlafphasen ich hatte, wird mir alles klar. Vor allem nach einiger Zeit ist das interessant, wenn man Vergleichswerte gesammelt hat.

Die App: Die App ist sehr schlicht und in dunklem Design gehalten, was mir nicht so zusagt. Man kann hier das Profil anlegen und aktuell halten (beispielsweise das aktuelle Gewicht eintragen). In der Schnellansicht kann man durch fünf Bildschirme wischen:

Mein Tag: Schritte, Schlaf, Bewegungsdiagramm (Klickt man Schritte oder Schlaf an, erhält man genauere Diagramme)

Schritte: Ein Balken zeigt, wieviel noch bis zum Ziel fehlt, die Gesamtzahl des Tages wird angezeigt und ein Diagramm, über die letzten 30 Tage ist zu sehen.

Schlaf: Die Schlafenszeiten der letzten sieben Tage werden gezeigt

Meine Community: Haben Freunde das gleiche Fitnessarmband? Nehmt sie in eure Freundesliste, schaut, wer aktiver ist und seht euch die Übersicht hier an.

Gewicht: Tragt regelmäßig euer Gewicht ein und seht, was ihr ab- oder zugenommen habt und wie euer BMI ist.

Das waren die Hauptfunktionen der App. Beim Profil könnt ihr euch noch ein Foto hochladen und einstellen, wer aus der Community was sehen kann.

Das Computerprogramm: Öffnet Garmin Express und klickt auf das Symbol des Armbands, dann auf Garmin Connect. Ihr werdet auf eine Website zu eurem Profil weitergeleitet.

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Wie ihr auf dem Bild seht, kommt ihr auf eine Übersichtsseite. Hier gibt es viel mehr zu sehen, als in der App. Daher arbeite ich damit am ehesten. Auf dem Screenshot seht ihr auch das Menü, welches ihr öffnen könnt. Wie in der App geschildert, findet ihr die gleichen Informationen. Am großen Bildschirm finde ich das aber viel übersichtlicher und detaillierter. Aber hier gibt es mehr zu sehen. Ich möchte ich ein paar Dinge genauer erklären:

Auszeichnungen: Hier bekommt ihr Auszeichnungen für bestimmte Gesamtschrittzahlen: 5.000, 10.000, 25.000 usw. Aber es gibt auch Auszeichnungen wie „Doppeltes Tagesziel“. Lasst euch überraschen.

Challenges: Tretet gegen Freunde oder Fremde an. Wer schafft in einer Woche die meisten Schritte oder schafft ihr mindestens 60.000 Schritte in sieben Tagen? Ist sicher spannender, wenn Freunde das gleiche Armband haben.

Herzfrequenz und Aktivitäten: Trägt man den Brustgurt den ganzen Tag, kann man sich hier Kurven ansehen. Je nach Einstellung erkennt das Gerät auch, ob man rennt, Rad fährt oder sonstigen Sport macht (allerdings irrt es sich hierbei auch ganz gern). Man kann aber jede Aktivität unter entsprechendem Punkt auch manuell mit Dauer, Zeitpunkt, Kalorienverbrauch etc. eintragen. Das ist sehr nützlich, wenn man ins Fitnessstudio geht oder anderen Sport macht und die Kalorien im Tagesumsatz drin haben möchte. Die Herzfrequenz steigt bei Sport und Aufregung deutlich an. Ich habe den Gurt bewusst mehrere Tage durchgehend getragen. Übrigens spürt man den Brustgurt nach einer Zeit gar nicht mehr.

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Unter persönliche Bestzeiten findet man Dinge wie: Die meisten Schritte an einem Tag, Monat, Jahr etc.

Bedenkt, dass in der App und am PC nur das angezeigt wird, was bis zu diesem Zeitpunkt synchronisiert wurde. Das funktioniert, in dem ihr den Knopf am Tracker solang gedrückt haltet, bis es „SYNCH“ anzeigt. Dann die App (egal ob auf PC oder Handy) unberührt offen lassen. Es dauert einen Moment, funktioniert bei mir aber reibungslos. Ein Hinweis: beim Handy muss Bluetooth an sein. Wollt ihr am PC synchronisieren, muss das Bluetooth am Handy aus sein, da das Fitnessarmband das Handy bevorzugt und ansonsten nur damit synchronisiert. Im Computer muss der ANT-Stick in einem USB-Port stecken, sonst klappt es nicht. Vergesst bitte auch nicht regelmäßig zu synchronisieren, da die Werte der vergangenen Tage sonst verloren gehen. Ich habe es mal vier Tage vergessen und dann waren diese Tage weg. Einfach täglich mindestens einmal synchronisieren, dann passiert das nicht. Dann reicht das auch auf einem Gerät, da es im Account gespeichert bleibt.

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Ja das sind die meiner Meinung nach wichtigsten Funktionen des Gerätes und der Apps. Ich hoffe der Bericht hat euch einen guten Einblick verschafft.

Fazit: Ich vergebe 4,5 Sterne. Einen halben ziehe ich ab, weil ich das Design und den Umfang der Handyapp nicht so toll finde und weil man schon täglich synchronisieren muss. Sonst ist das Preis-Leistungs-Verhältnis echt top. Einzig die Weckfunktion, die andere Geräte haben, hätte ich noch toll gefunden. Aber mir war vor allem wichtig, dass der Schlaf aufgezeichnet wird. Das finde ich schon sehr interessant. Was für mich auch viele Pluspunkte ausmacht, ist die Tatsache, dass das Armband nicht geladen werden muss. Das schlanke Design mit informativem Display sagt mir ebenfalls zu. Wer es farbenfroh mag, kann ja das Armband wechseln, was übrigens ganz schnell geht.

Was haltet ihr von Fitnessarmbändern und welches empfehlt ihr?

[Gesamt:1    Durchschnitt: 5/5]

Ein Gedanke zu „Garmin vivofit Fitness-Tracker

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