Never say anything

Auf der Leipziger Buchmesse 2017 habe ich mir das Buch „Never say anything“ von Michael Lüders angesehen, da mich der Klappentext und das Cover sehr interessierte. Bald darauf habe ich den Verlag angeschrieben und sogleich den Roman als Rezensionsexemplar erhalten.

Titel: Never say anything
Genre: Thriller
Autor: Machael Lüders
Verlag: H. C. Beck
Erscheinungsjahr: 2015
Format: Taschenbuch
Seitenanzahl: 367
Kauf: 9,99 € Ebook / 14,95 € Taschenbuch

Cover: Das Cover ist super schlicht gestaltet und genau deswegen mag ich es so sehr. Ein schwarzer Hintergrund auf dem in unscharfen Buchstaben „NSA“ steht – die Farbe ist Türkis, meine Lieblingsfarbe.  Da drüber, in scharfer Schrift, der Titel „Never say anything“. Ganz oben befindet sich der Name des Autors und ganzen unten des Covers steht das Genre „Thriller“ und der Verlag.

Inhalt: Sophie Schelling ist eine junge Journalistin und gerade mit ihrem Kollegenfreund Hassan, zwecks Recherchearbeiten in einem marokkanischen Dorf.  Durch einen Angriff wird das Dorf komplett zerstört. Sie ist die einzige Überlebende und als sie in Deutschland wieder ankommt, will sie damit an die Öffentlichkeit. Sophie möchte unbedingt herausfinden, wer das gewesen ist und warum das Dorf angegriffen wurde. Die Regierung versucht das Ganze zu vertuschen und den Angreifer zu schützen. Warum?, fragt sich Sophie und glaubt dem Ganzen nicht, sie hält jemand anderen für den Übeltäter. Ihre Recherchen bringen sie ins Visier der Unbekannten und muss daraufhin einige Anschläge und Manipulationen über sich ergehen lassen. Ein Akt des Psychoterrors beginnt, weil Sophie nicht aufgeben will.

Meine Meinung: Es ist ein politisches Buch, was leider zu Beginn überhaupt nicht deutlich genug gekennzeichnet wird. Der Klappentext ist schön geschrieben, aber dass es hierbei um ein kriegerischen und politischen Inhalt geht, habe ich erst beim Lesen festgestellt. Ich habe rein vom Klappentext her, etwas völlig anderes erwartet. Obwohl es so gar nicht mein Genre und auch nicht mein Themengebiet ist, fand ich das Buch sehr gelungen und gut. Ich wollte weiterlesen und wissen wie es endet, trotz dieser erst einmal negativen Überraschung. Es liest sich sehr flüssig, ohne langatmige Stellen oder Momente, die man öde findet. Der Spannungsbogen ist super gewesen. Zum Schreibstil muss ich sagen, ja, es hat sich gut lesen lassen aber der Stil ist mir zu „gehoben“ und wirkte auf mich manchmal sehr gekünztelt und steif. Manchmal nervte die Satzstellung ein wenig und was mir besonders aufgefallen ist, war, dass der Autor oft „suchte“ statt „versuchte“ schrieb. Das kam schon sehr oft vor! Die Satzanfänge sind jedoch abwechslungsreich und die Dialoge sehr authentisch. Das Buch hat einige Schachtelsätze, die echt mega lang waren, aber im Großen und Ganzen hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich kann es deswegen auch weiterempfehlen. Trotz der Kritikpunkte, die eher nebensächlich sind, bewerte ich das Buch mit 4,5 Sternen weil es mir trotz, dass es nicht mein Genre ist, sehr gut gefallen hat.

[Gesamt:0    Durchschnitt: 0/5]