Malediven 2017 – Nord Ari Atoll – Velidhu Island

Ich war wieder im Urlaub und habe für euch eine Urlaubs- bzw. Hotelbewertung gemacht. Diesmal gibt es von mir einen Bericht zu den Malediven in Nord Ari Atoll auf der Insel Velidhu Island, auf der ich Mai 2017 für 11 Tage war. Ich hatte All-inclusive gebucht.

Die Lage und Umgebung
Velidhu Island ist eine recht kleine Insel, die zu einer Gruppe von Inseln im indischen Ozean gehört. Die maledivische Insel ist so putzig klein, dass ich sie in ungefähr 20 Minuten umrunden konnte.  Dieser paradiesische Fleck ist umgeben von türkisem, klarem Wasser. Um dort hinzugelangen, fährt man ca. 2 Stunden mit dem Speedboot oder fliegt mit Wasserflugzeug 20 bis 25 Minuten, ohne Zwischenlandung von Male aus. Einen Pool gibt es auf Velidhu Island nicht. Dieser wäre auch total unnötig.  Die Unterkünfte bestehen aus Bungalows. Dabei kann man wählen, zwischen Wasser- oder Strandbungalow. Es gibt auf der Insel mehr Strandbungalows, als welche zu Wasser. Fast alle Behausungen haben einen direkten Blick aufs Meer.

Das Bungalow
Nachdem ich die Bungalows auf dieser traumhaften Insel der Malediven gesehen hatte, bin ich heute der Meinung, ich würde Bungalows dieser Art einem Hotelzimmer jederzeit vorziehen. Der Bungalow hier ist rund. In meinem Bungalow befand sich ein großes Doppelbett, ein großer Kleiderschrank ohne Türen, ein Tisch mit Stuhl, 2 Nachtschränkchen und jede Menge Fächer. Mich störte hierbei, dass die Fächer alle offen waren. Dabei war es egal, ob sie am Schreibtisch oder am Kleiderschrank oder am Nachtschränkchen waren. Ich finde es persönlich ordentlicher, wenn man auch mal etwas via Schranktür oder Schublade schließen kann. Der Schreibtisch ist wirklich schön und ich konnte daran wunderbar sitzen. Das Bad in meinem Bungalow war okay. Ich sah, dass die Sanitäreinrichtungen nicht mehr ganz modern waren. Jedoch kann ich sagen, dass das Badezimmer unversehrt und sauber gewesen ist. Im Bad gab es keinen Fön. Aber kein Problem, ich hatte meinen eigenen mit. Im Bettzimmer stand eine Minibar, die ich allerdings nie benutzt habe. Auf einer Bank lagen zwei große Sitzauflagen für die Liegestühle am Strand bereit, wovon ich mir eine genommen habe. Die Klimaanlage in meiner Behausung funktionierte hervorragend und konnte mit einer Fernbedienung vom Bett aus bedient werden, was nachts sehr komfortabel war. Einen Tresor hat das Bungalow nicht gehabt. Aber man hatte die Möglichkeit, Wertgegenstände an der Rezeption abzugeben. Außerdem stand im Bettzimmer ein Wasserkocher mit verschiedenen Teesorten bereit.

Vor meinem Bungalow wuchs viel Grün. Die Vegetation war schon sehr üppig. Würde fast sagen, dass es etwas „zugewuchert“ war. Aber das meine ich nicht im negativen Sinne. Die Terrasse beinhaltete einen Tisch und Stühle und eine Wäscheleine mit Klammern, an der ich gern mal meine nassen Sachen aufgehangen habe. Von meinem Bungalow aus hatte ich einen direkten Blick aufs Wasser. Es war allerdings eine Art „grüne Schneise“, eine Art überdachter Tunnel, durch die ganzen Pflanzen. Das Meer lag direkt vor mir.  Bis zum Strand waren es nur wenige Schritte.
Zu den Bungalows wäre noch anzumerken, dass sie teils unterschiedlich aussehen. Ich glaube, die werden nach und nach renoviert. Ich traf während meines Urlaubs auf ein Pärchen, dass mich in ihr Bungalow reingelassen hatte. Am Badezimmer konnte man sehr gut erkennen, dass sie eines der bereits renovierten Behausungen hatten.

Dad Bild auf der linken Seite zeigt mein Badezimmer. Das Bild auf der rechten Seite, zeigt das Bad aus dem benachbarten Bungalow.

Der Service
Wer Internet auf seiner Reise haben möchte, sollte sich am Flughafen von Male eine entsprechende Sim-Karte kaufen. Ich hatte mir eine für 20 Doller gekauft, die 5 GB Datenvolumen hatte. Schade fand ich, dass ich im Bungalow kein Internetempfang hatte. Auf dem Rest der Insel war die Internetverbindung vorhanden, aber doch recht langsam. Ich glaube auch, dass es wetterabhängig war. Bei Sturm oder sehr schlechtem Wetter hatte ich zeitweise keinen Empfang. Aber was will ich meckern. Ich war froh überhaupt Internet auf einer Insel im indischen Ozean zu haben. ^^
Ansonsten waren die Resort-Angestellten sehr nett, hilfsbereit und zuvorkommend. Sie verständigten sich ausschließlich in englischer Sprache. In meinem Bungalow gab es an einem Abend einen Stromausfall. Ich bin zur Rezeption gelaufen und habe auf Englisch mein Problem geschildert und prompt ist jemand mit mir gekommen und hat das Problem behoben. Morgens und abends gab es Zimmerservice. Im Restaurant habe ich sogar einen Angestellten getroffen, der deutsch sprach. Nur so nebenbei erwähnt: gefühlt 90% der Urlauber auf der Insel sprachen, wie ich, deutsch.
Ein Room Boy und einmal der Mechaniker baggerten mich an, als sie erfuhren, dass ich allein Urlaub mache. Den einen wieder loszuwerden, war etwas schwierig aber allgemein sind sie nicht besonders aufdringlich und respektieren es, wenn man „nein“ sagt. Oft hilft es auch, wenn man sagt, dass man verheiratet sei und der Mann nur nicht mitreisen konnte.

Das Essen
Frühstück, Mittag, Abendessen gab es immer in Buffet-Form.  Morgens: Ei, Cornflakes, Omelett in den verschiedensten Variationen. Ich habe dort zum ersten Mal Omelett mit Chili probiert und fand es super lecker. Es gab in den 11 Tagen, in denen ich dort war, nichts auf meinem Teller, was mir nicht schmeckte. Zudem war alles immer super schön angerichtet.  Es wurde auch mal Bohnen, Bacon, Würstchen, Fisch, Reis, Kartoffeln und noch so vieles mehr angeboten – also nicht nur Fisch, wie manche es auf den Malediven erwarten würden. Das Abendessen war jeden Abend nach einem Thema ausgerichtet. Als ich dort Urlaub machte, gab es Speisen zu den jeweiligen Ländern. Wenn also gerade Italien oder Portugal am Abend das Thema war, wurden dazu entsprechende Nationalgerichte aufgetischt. Was dort immer angeboten wurde, war Papadom. Das ist, kurz gesagt, frittiertes Linsenmehl und das habe ich immer sehr gern dort gegessen. Was mir beim Frühstück irgendwann fehlte, war, dass es keinen Schokoladenaufstrich gab. Außerdem gab es fast nie Eis als Dessert. Dafür standen aber immer Küchlein, Cremes oder Pralinen in aller Variation bereit.

All-inclusive-Gäste konnten zu bestimmten Zeiten einmal am Tag kostenlos einen Snack (z.B. Sandwich) in der Bar bekommen. Die alkoholfreien Getränke waren alle kostenlos. An der Bar konnte man jede Art von Drink erhalten (Cola, Cocktails usw.). Die alkoholischen Getränke waren aber nur bedingt im All-Inclusive enthalten. Die Auswahl war aber ausreichend groß.

Der Strand
Der Strand auf Velidhu Island ist einfach nur traumhaft! Weich und weiß, wie ich ihn mir in meinen Träumen vorstelle. Es gab allerdings ein paar wenige Stellen, wo der Sand etwas grobkörniger und dadurch nicht ganz so schön war, aber ansonsten kann ich über diesen Strand nur Gutes sagen. Velidhu Island ist eine Barfußinsel. Das bedeutet, man kann überall barfuß unterwegs sein –  auch in den Gebäuden. In der Lagune ist das Wasser flach. Man kann darin fast überall stehen. Zu empfehlen ist da aber nicht, denn es kann durchaus passieren, dass man dabei auf Seegurken, Igelrochen oder Korallen tritt. Also besser schwimmen, sobald das geht 😉 In der Lagune selbst gibt es oft was zu sehen: Schildkröten, Igelfische, Seegurken, Babyhaie usw. Das Schnorcheln lohnt sich also! Mit Glück kann man dort auch kleine Rochen bestaunen. Vom Strand aus führt ein langer Steg hinauf aufs Wasser zum Hausriff. Am Ende befindet sich ein überdachtes Häuschen, könnte man sagen, dass eine Treppe ins Wasser beinhaltet. Steigt man dort hinab, kann man direkt im Hausriff schnorcheln und tauchen gehen. Das Riff an sich ist leider grau und eintönig, aber dafür gibt es eine sehr hohe Vielfalt an Wasserbewohnern, die sehr bunt sind. Fische, Haie, Oktopusse, Rochen usw. So schön die Tiere und die Unterwasserwelt auch sind, sollte jedem Menschen bewusst sein, dass Wesen der Unterwasserwelt nicht angefasst werden sollten und schon gar nicht mitgenommen. Das gilt auch für Muscheln. Man sollte sich immer bewusst sein, dass man Gast bzw. Zuschauer in dieser wunderbaren Welt ist.

Unterhaltung
Abends gibt es gegen halb Zehn immer Programm. In meinem Urlaub auf der paradiesischen Insel habe ich festgestellt, dass das hier nichts für Familien oder Partygäste ist. Es gibt keine Animation für Kinder und die Programme sind eher ruhig. Mein erster Abend sollte ein Bingo-Abend sein. Doch der ist kurzerhand ausgefallen. Warum, das weiß ich nicht. Der nächste Bingo-Abend fand dann aber wie geplant statt. Ich nahm an einem Krabbenrennen teil, habe Live-Musik gehört und bin bei einer Manta-Tour dabei gewesen. Die Manta-Tour kann ich nur jedem empfehlen, der auf Velidhu Urlaub macht.  Ich war mit 50 Doller dabei. Als Gruppe von 6 Touristen und mit einem erfahrenen Leiter sind wir aufs Meer hinausgefahren und, sobald Mantas zu sehen waren, sind wir vom Boot ins Wasser gesprungen und haben uns die Mantas von Nahen angeschaut. Das war eine super schöne und umwerfende Erfahrung für mich! Die Tour ging ungefähr 1,5 bis 2 Stunden. Die Anlage der Insel bietet ansonsten einige nette Spiele wie Tischtennis, Dart oder Billard.

Mein Fazit
Traumhaft, einfach nur traumhaft! Ich liebe die Malediven und obwohl ich allein dort war, war es wunderschön und erholsam. Ich hatte eine Anreisezeit von rund 22 Stunden. Mein Zeitgefühl kam ziemlich durcheinander aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Dieser Urlaubsort eignet sich jetzt nicht unbedingt für Leute mit Kindern oder die, die viel Aktion und Fun suchen. Hier findet man keine Partymeile oder Ähnliches. Hier machen die Menschen Urlaub, weil sie Erholung suchen und einen entspannten Urlaub genießen wollen. Ich fand die Insel super schön, auch von der Vegetation und der Artenvielfallt her, aber wenn es dunkel wurde, war die Insel schlecht beleuchtet. Im Bungalow gab es eine Taschenlampe, die ich benutzen durfte. Aber meine hat sehr schwach geleuchtet. Ich fand es auch sehr schade, dass mein erster Abend, an dem ich dort war und an dem Abendprogramm teilnehmen wollte, ausgefallen war. Ansonsten sind die Insel und der Urlaub hier auf den Malediven Nord Ari Atoll sehr zu empfehlen. Wer auf die maledivischen Inseln möchte, sollte sich unbedingt hochwertiges Insektenschutzmittel mitnehmen. Von mir bekommt dieser Ort auf dem Malediven 4,5 Sterne, weil es einfach ein absoluter Traumurlaub für mich war und mich im Grunde nur Kleinigkeiten gestört haben.

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